NAS Server System: So das richtige Network Attached Storage finden!

Die besten (Fertig-) NAS-Festplatten



Was ist ein Network attached storage, kurz NAS?

Ein NAS ist ein zentraler Speicher für Daten. Wie seine ausgeschriebene Schreibweise schon andeutet, ist ein NAS in ein Netzwerk eingebunden. Vor allem für die private Nutzung ist ein NAS-Server an das heimische Netzwerk angebunden. Mit der Integration des NAS-Servers in das Heimnetzwerk verfolgen Anwender unterschiedliche Ziele.

Vor allem Konsumenten von Medien (Videos, Filmen, Musik oder Fotos) ermöglicht die Verwendung eines NAS eine praktikable Speicheroption und eine komfortable Lösung zum Streamen von Medien. Durch die Anbindung des NAS-Servers an das Heimnetzwerk des Nutzers sind Daten, wie Filme, von überall aus und zu jeder Zeit abrufbar. Diese Möglichkeit besteht nicht nur innerhalb der eigenen vier Wände, sondern auch von außerhalb, via FTP-Zugang oder WebDAV.

Darüber hinaus lässt sich ein NAS durch seine Funktionalität auch wunderbar als Werkzeug zur Datensicherung einsetzen. Diese Möglichkeit der NAS-Verwendung spricht vor allem professionelle Anwender an, die ihre Geschäftsdateien sichern und wegspeichern möchten.

Aus der vielfältigen Funktionalität ergeben sich weitere Einsatzszenarien für einen NAS-Server. Einmal eingerichtet kann das NAS als Druckserver dienen und so von überall in der Wohnung oder dem Büro Druckaufträge annehmen. Darüber hinaus lassen sich auch DVB-T-Sticks an das NAS anschließen. Hierüber ist es dann möglich direkt TV-Sendungen aufzuzeichnen.

Anwendungsfälle NAS

  • Streamen von Mediendateien z.B. auf Fernseher
  • Zugriff auf Daten auch von außerhalb des eigenen Netzwerks
  • Datenspeicher
  • Datensicherheit durch redundante Speicherung
  • Druckserver
  • DVB-T-Stick ermöglicht TV-Aufnahmen

Aus welchen Bestandteilen besteht ein NAS ?

Gerade Neueinsteiger ohne viel technisches Verständnis schreckt die Vielzahl an in Frage kommenden NAS-Modellen ab. Darüber hinaus sind Erklärungen der Fachbegriffe auf Herstellerseiten selten ausführlich und enden oft in Verzweiflung. Die Unübersichtlichkeit der sich am Markt befindlichen NAS-Server tut ihr übriges.

Damit man sich ein gutes Bild über die angebotenen NAS-Systeme machen kann, ist es aber notwendig die wichtigsten Bestandteile eines NAS zu kennen.

Welche Hardware für ein NAS?

Die Hardware eines NAS-Servers unterscheidet sich nicht groß von der eines normalen PC. Unter dem NAS-Gehäuse sitzen sowohl die CPU, als auch das Mainboard. Darüber hinaus sorgen Lüfter für die notwendige Kühlung. Bei Temperaturen im Betrieb des NAS zwischen ca. 30°C bis 45°C ist dies auch nötig. Außerdem verfügt ein NAS über RAM (Arbeitsspeicher), ein Betriebssystem und ein Netzteil.

Darüber hinaus findet man an einem NAS auch Anschlüsse, die es ebenfalls an einem PC zu finden gibt: Ethernet (oder auch LAN genannt) und USB. Beide sind absolute Pflicht. Dagegen findet man Anschlüsse wie eSATA oder HDMI sehr selten bei einem NAS.

Natürlich zählen auch die NAS-Festplatten zur Hardware, gehören aber nicht bei allen Modellen zur Grundausstattung. Hier hat man also die Wahl zwischen einem vollständig konfiguriertem NAS und einem NAS-Gehäuse ohne Festplatten.

Überblick NAS Ausstattung

KategorieBestandteilVerbreitung
HardwareFestplatten
Optional (mit oder ohne)
HardwareProzessorStandard
HardwareArbeitsspeicherStandard
HardwareRAIDStandard
HardwareHot SwapStandard
HardwareCopy-FunktionStandard
SoftwareBetriebssystemStandard
SoftwareWake on LanStandard
AnschlüsseUSB (2.0/3.0)Standard/ Weit verbreitet
AnschlüsseeSATAOptional
AnschlüsseWLANselten

NAS Festplatte: Welche Kriterien sind wichtig?

Wer sich für den Kauf eines NAS mit Leergehäuse entscheidet, steht vor der Herausforderung die passenden Festplatten dafür zu finden. Und hier wird es erneut schwierig, denn man muss auf bestimmte Kriterien achten, sollte man die NAS-Festplatten separat kaufen.

Das größte Interesse beim Kauf von Festplatten für ein NAS sollte der Kompatibilität gelten. Nicht jedes NAS ist darauf ausgelegt mit jeder Festplatte zu harmonieren. Dem guten Service von führenden Herstellern wie Synology, Buffalo oder Qnap ist es zu verdanken, dass man genügend Informationen zur Kompatibilität auf den Websites der Hersteller findet. Hier ist genau ausgewiesen zu welchem NAS welche Festplatten passen.

Darüber hinaus bieten auch die Hersteller von Festplatten speziell für NAS optimierte Modell an. Auch diese sind gekennzeichnet. Western Digital nennt seine entsprechende Modellpalette die „rote Reihe“. Andere Festplattenproduzenten, wie Seagate, kennzeichnen ihre speziellen NAS-Festplatten mit dem Symbol 24×7.

Hätten Sie es gewusst?
24×7 steht für eine Zeitangabe:

24 Stunden und 7 Tage die Woche, was eine Anspielung auf die zumeist im Dauerbetrieb laufenden NAS sein soll.

Zwar sind diese speziellen NAS-Festplatten etwas teurer, dafür versprechen sie aber auch einen höheren Sicherheitsgrad. Sie sind für Dauerbelastung und höhere Temperaturen ausgelegt und eignen sich daher hervorragend für den Einsatz im NAS.

Neben diesem Punkt ist natürlich auch die Speicherkapazität der Festplatten von entscheidender Bedeutung. Sieht man den NAS-Server als Speichermedium für die eigene Film- und Videosammlung, so benötigt man viel Speicherplatz. Für diesen Fall sollte man bei mindestens zweimal 1 TByte große NAS-Festplatten verwenden. Diese Größe entspricht ungefähr 100 Filmen, die man in HD-Auflösung auf dem NAS speichert.

Auch die Größe von zweimal 3 TByte ist eine gängige Größe. Für ganze Filmsammlungen oder dem Einsatz als Sicherungsmedium von Speicherplatz bedürftigen Grafikdateien (z.B. aus CAD-Anwendungen) reichen diese NAS-Festplatten aus. Eher weniger anzutreffen, vor allem im privaten Gebrauch, sind NAS-Festplatten mit der Kapazität von zweimal 4 TByte. Das hat vor allem mit den Preisen dieser Modell zu tun und mit dem Fakt, dass sie für Privatanwender einfach überdimensioniert sind.

Weniger entscheidend bei der Auswahl einer Festplatte für das NAS ist die Art des SATA-Anschlusses. Die meisten neuen Festplatten besitzen zwar einen SATA-III-Anschluss, doch dieser Punkt ist wenig ausschlaggebend. Das liegt daran, dass der Gigabit-Netzwerkanschluss der das NAS mit dem Heimnetzwerk verbindet maximal 125Mbyte/s schafft. Selbst SATA I (150 Mbyte/s) ist in diesem Fall schon schneller.

Darüber hinaus spielt auch die Umdrehungsgeschwindigkeit der NAS-Festplatte eine eher untergeordnete Rolle. Ein handelsüblicher, solider Wert liegt bei 5400 U/min. Schnellere Festplatten haben nämlich den Nachteil, dass sie dazu neigen eine höhere Lautstärke zu entwickeln. Außerdem verlangt eine höhere Leistung auch nach mehr Energieeinsatz, was in diesem Fall den Stromverbrauch der NAS-Festplatte in die Höhe treibt.

NAS Festplatten Kriterien

KriteriumWichtigkeitEmpfehlung
KompatibilitätSehr hochSynology: rote Reihe oder auf 24x7 achten
SpeicherkapazitätHochMin. 2x 1 Tbyte
Für privat: 2x 3 TByte reicht aus
GeschwindigkeitNiedrig5400 U/min.
SATASehr niedrigSATA I schon schneller als Gigabit-Netzwerkanschluss NAS

Der Prozessor im NAS: Bestimmung der Leistungsfähigkeit

Es gibt zwei Hardware Bestandteile eines NAS, die dessen Leistungsfähigkeit unmittelbar beeinflussen. Der Prozessor ist dabei eine Komponente. Er sorgt bei einem NAS dafür, dass der Datentransfer so schnell wie möglich erfolgt. Das ist vergleichbar mit den Anforderungen, die ein PC an einen Prozessor stellt.

Generell lässt sich also festhalten, dass je besser der Prozessor im NAS ist, desto schneller erfolgt der Datentransfer. In vielen NAS-Servern stecken Prozessoren der Firma Marvell, die auf ARM-Basis laufen. Für alltägliche Aufgaben sind diese NAS Prozessoren vollkommen ausreichend.

In der Praxis bedeutet das: NAS, die mit dieser Hardware ausgestattet sind können ohne Probleme und in annehmbarer Zeit kleinere Dateien oder Videos bereitstellen. Probleme bekommt ein solcher Prozessor aber dann, wenn mehrere Personen auf den NAS-Speicher gleichzeitig zugreifen wollen. Darüber hinaus ist das Abrufen vieler Dateien vom NAS mit Geschwindigkeitseinbußen verbunden.

Für anspruchsvollere Aufgaben wie das Streaming von HD-Inhalten von der NAS-Festplatte benötigt man daher leistungsstärkere Prozessoren. Diese Art von Aufgaben bewältigen z.B. die Intel-Atom-CPU zuverlässiger. Nachteil beim Einsatz dieser NAS-Prozessoren ist der höhere Preis.

Wer seine NAS-Festplatten aus Datensicherheitsgründen und zum Anlegen von Backups für Geschäftsdaten einsetzt sollte eher zu NAS mit sogenannten PowerPC-Prozessoren greifen. Sie sind den Anforderungen an Übertragungsgeschwindigkeit und Sicherheit am besten gewachsen.

Darüber hinaus sind alle Prozessorarten in verschiedenen Core-Varianten zu erhalten. Sowohl Single- als auch Dual-Core-Modelle sind bei einer Preisspanne von 120€ bis 400€ zu finden. Die noch etwas leistungsstärken Quad-Core-Varianten findet man erst im oberen Preissegment. Für die meisten Anwendungen reicht allerdings ein Single-Core-Prozessor aus. Erst wenn auf das NAS mehrere Benutzer gleichzeitig zugreifen wollen oder sehr viele Dateien abgerufen werden, sollte man zu einem Dual-Core Prozessor greifen.

Auch die Taktfrequenz hat einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Leistungsstärke des NAS Prozessors. Da nach oben hin die Skala fast offen zu sein scheint empfehlen wir eine Taktfrequenz von mindestens 1 GHz. Weitere Werte für die Taktfrequenz, die üblicherweise zu finden sind, sind: 1,2GHz, 1,3GHz, 1,6GHz und 2GHz.

Merkzettel NAS Prozessor

KomponenteDafür geeignetEmpfehlung
Günstiger ProzessorAlltägliche Anforderungen (kleinere Dateien und Videos übertragen)ARM-Basis von Marvell
Hochpreisiger ProzessorHD-Streaming,
mehrere Personen nutzen gleichzeitig NAS
Intel-Atom-CPU
Einfacher KernÜbertragung kleinerer DateienSingle-Core
Mehrkern Parallele Mehrpersonennutzung des NASDual-Core
Businesslösung: Quad-Core
Taktzfrequenz1GHz bis 2GHzMin. 1 GHz

 

Wieviel Arbeitsspeicher braucht ein NAS?

Neben dem Prozessor, ist eine ebenso wichtige Hardwarekomponente der Arbeitsspeicher (RAM). Das Zusammenspiel aus leistungsstarkem Prozessor und starkem Arbeitsspeicher katapultiert ein NAS in ungeahnte Leistungshöhen. Im Grunde gibt es aber dabei nicht viel zu beachten, denn hier gilt tatsächlich die Regel: Mehr ist besser!

Absolutes Minimum heutzutage und damit schon fast überholt dieser Hinweis, sind 125 Mbyte. Weit verbreitet sind mittlerweile NAS mit einem RAM von 512Mbyte. Vor allem für den privaten Gebrauch sollte diese Größe für den Arbeitsspeicher ausreichen.

Wer ohnehin auf der Suche nach einem wertigeren NAS ist, sollte besser zu einem Gerät mit 1GByte Arbeitsspeicher greifen. Hiermacht dann auch ein Mehrpersonenbetrieb des NAS-Speichers keine Probleme und selbst große Dateien werden in kurzer Zeit übertragen.

Da aber auch in diesem Bereich die Entwicklung tatsächlich nicht aufzuhalten ist, verwundert es nicht, dass Netgear mit dem ReadyNAS 312 ein Modell auf dem Markt hat, dass sogar schon 2GByte Arbeitsspeicher besitzt.

Was bedeutet RAID bei einem NAS?

In Verbindung mit der Suche nach einem NAS-Server stehen oftmals Fachbegriffe wie RAID im Raum, die für viele Endverbraucher nicht selbsterklärend sind. Ein RAID, nicht nur in einem NAS, ist ein Verbund aus mindestens zwei einzelnen Festplatten. Übersetzt bedeutet die Abkürzung RAID in etwas: redundante Anordnung unabhängiger Festplatten.

Schon gewusst?
RAID ist eine Abkürzung, die im Englischen für Redundant Array of Independent Disks steht.

Klassischerweise werden sogenannte RAID Level benutzt, um die unterschiedlichen Konfigurationssysteme von mehreren NAS Festplatten zu spezifizieren. Die Skala reicht dabei von RAID 0 bis RAID 10, wobei sich die Klassen 0,1,5 und 10 am Markt durchgesetzt haben.

Während ein mit RAID 0 ausgestattetes NAS die Datenübertragung extrem beschleunigt, hat dieses System einen entscheidenden Nachteil: Das Ausfallrisiko. Anders, als bei allen anderen RAID-Varianten, bietet diese keine Redundanz. Das bedeutet, fällt eine der beiden NAS Festplatten aus, dann sind auch die Daten der anderen Festplatte unwiderruflich verloren.

Gegen dieses Risiko kann ein sogenanntes „2-Bay“ NAS mit RAID 1 die Daten entscheidend absichern. Umgangssprachlich wird von zwei vorhandenen Buchten oder auch Einschüben gesprochen. Das bedeutet im NAS Gehäuse besteht Platz für genau zwei Festplatten. Diese Festplatten sichern Daten redundant ab. In der Praxis heißt das, dass sie die Daten der ersten NAS Festplatte permanent und parallel auf die Zweite gespiegelt werden. So können selbst beim Ausfall von einer Festplatte die Daten der anderen nicht verloren gehen. Diese Funktion rückt vor allem bei sensiblen Geschäftsdaten in den Fokus.

Einen Haken hat aber diese Funktionalität der RAID 1+ NAS-Modelle: Es steht nur die halbe Speicherkapazität der Festplatten zu Verfügung. Wer sich also ein NAS mit zwei Festplatten zu je 3 TByte zulegt, besitzt keine 6 TByte Speicherplatz, sondern nur 3 TByte.

RAID LevelVorteileNachteile
RAID 0Beschleunigte Datenübertragung
Günstiger
Keine redundante Speichersicherheit
RAID 1Hohe DatensicherheitNur die Häfte des Gesamtspeicherplatzes

Anmerkung RAID Bezeichnungen
Natürlich stellen führende Hersteller für NAS, so wie Synology oder Netgear, mittlerweile auch eigene RAID-Reihen her. X-RAID von Netgear soll zum Beispiel ganz von alleine das richtige Level einstellen und das Synology Hybrid RAID vermittelt bei unterschiedlich großen Festplatten.

Preis eines NAS

Wer sich schon einmal die Preise für NAS-Server angeschaut hat, wird nicht drum herum kommen sich ob der großen Preisspanne zu wundern. Natürlich sind die Unterschiede in Leistung, Ausstattung und Qualität der Grund für eine Preisspann bei verschiedenen NAS Modellen von ca. 80€ bis 350€.

Grundsätzlich und das kommt erschwerend hinzu, haben Sie als Kunde die Auswahl zwischen zwei verschiedenen Ausstattungsvarianten des NAS. Zum einen können sie ein Komplettsystem inklusive NAS-Festplatten wählen. Wer zu diesen NAS Komplettsystemen greift hat den Vorteil, dass die Kompatibilität der Festplatten zum NAS vom Hersteller garantiert wird. Darüber hinaus kann man nach dem Kauf eines so ausgestatteten NAS-Servers sofort loslegen. Großer Einrichtungsaufwand entfällt.

Vorteile Komplettsystem NAS

  • Kompatibilität der Festplatten zum NAS-Server garantiert
  • Sofortstart ohne Konfigurationen

Zum anderen können Sie auch zu einem leeren NAS-Gehäuse greifen. Das bedeutet es wird Ihnen ein NAS-Server verkauft, der ohne Festplatte geliefert wird. Das bringt den Vorteil mit sich, dass man sich spezielle NAS-Festplatten dazu suchen kann.

Vorteil leeres NAS Gehäuse

  • Wahl der NAS-Festplatten liegt in eigener Hand
  • Leicht günstiger

Preislich beide NAS-Server dicht beieinander

Egal wie für welche Variante man sich entscheidet, preislich gibt es kaum Unterschiede. Diesen Fakt sieht man auch an unserer Beispielrechnung, bei der wir davon ausgehen, dass man auf der Suche nach einen NAS mit Leergehäuse ist und zwei Einschüben für Festplatten (2-Bay).

Beispielrechnung

Die Hersteller Netgear, Synology oder Qnap verkaufen NAS-Server mit Leergehäusen zu Preisen von ca. 100€ bis 220 €.
Je nach Anforderung an die Kapazität der hinzugekauften Festplatten ergeben sich (bei einer 2-TByte-Festplatte) zusätzliche Kosten von je 80€. Damit liegt man bei einem kompletten NAS bei einem Preis zwischen ca. 260€ und 380€, je nach Angeboten

Grundsätzlich gilt bei der Preisgestaltung für NAS-Server aber, dass es unterschiedliche Produktlinien, für unterschiedliche Anwendergruppen gibt. So vertreibt einer der bekanntesten Hersteller von netzwerkgebundenen Speichern, Synology, mindestens drei unterschiedliche Produktreihen. Einsteiger NAS fangen bei Synology ohne Festplatten bei ca. 120€ an. Danach folgen die Mittelklasse NAS, die bei Synology bei ungefähr 220€ anfangen. Die Profimodelle der Synology NAS-Speicher setzen beginnen allerdings erst bei 300€. Auch andere Hersteller von NAS-Servern wie Qnap oder Netgear besitzen unterschiedliche Reihen, die je nach Ausstattung in etwa gleich viel kosten.

Wer weder ein halbes Vermögen für sein neues NAS ausgeben möchte, noch mit Leistungseinbußen bei seinem NAS-Server zufrieden ist, dem empfiehlt sich der Griff zu den Mittelklasse Modellen. Sie verdienen wohl am ehesten das Prädikat eines guten Preisleistungsverhältnisses für NAS. Darüber hinaus sind sie definitiv der beste Kompromiss zwischen Leistung und Preis.

Hot Swap NAS – Was genau ist das?

Neben Begriffen wie RAID und wichtigen Hardware-Bestandteilen wie dem Prozessor, trifft man immer wieder auf den Begriff Hot Swap, wenn man sich für ein NAS interessiert.

Von vielen Servern werden vielfältige Anwendungszwecke unterstützt, so dass die verwendeten Platten z.B. in einem Schnellwechselrahmen eingefasst sind. Das hat den großen Vorteil, dass diese auch von Laien schnell ausgetauscht werden können. Einzige Einschränkung ist das Wechseln während des laufenden Betriebs.

Wer diese Option haben möchte, findet bei Herstellern den Begriff Hot Swap. Die Besonderheiten an dieser NAS Funktion ist, dass nach dem Austauschen einer Festplatte das System die Neue erkennt und automatisch integriert und dass ein Austausch der Festplatten auch im Arbeitsmodus erfolgen kann.

NAS Server, die über diese Funktion nicht verfügen, müssen erst runtergefahren werden, bevor ein Wechsel der Platten möglich ist. Wird dies nicht beachtet kann dies zu weitreichenden Schäden führen. Sowohl das Dateisystem der NAS Platte, als auch die Hardware kann dadurch beschädigt werden. Gerade Hardwareprobleme sind nicht in Eigenregie zu lösen und kosten in jedem Fall viel Geld.

Oft findet sich diese Funktion bei NAS mit gut zugänglichen Bays (Einschübe in denen die NAS-Festplatten aufgehoben werden).

Tatsächlich ist diese Funktion für die allermeisten Nutzer nicht notwendig und sollte vor allem kein Kriterium auf der Suche nach dem richtigen NAS sein. Wer ein NAS ohne Hot Swap kauft, wird diese Funktion auch nicht vermissen, muss aber den Server ausschalten beim Festplattenwechsel.

Vorteile Hot Swap

  • Austausch bei laufendem Betrieb
  • Automatische Wiederkennung der neuen Festplatte
  • Austauschschäden werden vermieden

NAS Stromverbrauch – Wie teuer wird der Betrieb?

Die Höhe des NAS Stromverbauch ist deshalb ein wichtiger Betrachtungspunkt, weil das Gerät im Zweifel im Dauerbetrieb ist. Daher ist der Stromverbrauch des NAS ein nicht unwesentlicher Faktor, den man vor der Anschaffung betrachten sollte.

Der Stromverbrauch des NAS wird, wie bei allen Verbrauchern, in Watt angegeben. Die Spanne reicht dabei von 16 Watt bis 35 Watt.

NAS Stromverbrauch Vergleich
Stromkosten bei 35 Watt
35 Watt x 24 h = 0,84 kWh
0,84kWh x 365 Tage x 28 Cent = 85,84€

Stromkosten bei 16 Watt
16 Watt * 24 h = 0,38 kWh,
0,38kWh *365 Tage * 28 Cent = 39,24€

Differenz = 46,60 € / Jahr

Damit der Stromverbrauch des NAS Server nicht unnötig in die Höhe getrieben wird, gibt es bei vielen Geräten Stromsparmodi, auch Standby-Modus oder Ruhemodus genannt. Diese Modi arbeiten intelligent und automatisch und springen immer dann an, wenn in einem gewissen Zeitraum keine Prozesse auf dem NAS abgelaufen sind. Durch diese Arbeitsweise ist es möglich, dass der Stromverbrauch auf deutlich einstellige Werte im Bereich von 6 Watt bis 9 Watt reduziert wird

Außerdem sollte man sich merken, dass je mehr Festplatten gleichzeitig zum Einsatz kommen, desto höher der Stromverbrauch ist. Daraus folgt, dass man statt vielen kleinen (gemessen an der Speicherkapazität) Festplatten, lieber wenige große bevorzugt.

NAS Lautstärke – Ertragbar im Dauerbetrieb?

Gerade wenn das NAS die Nacht durchlaufen soll, ist ein chronischer Geräuschpegel vorprogrammiert. Die NAS Lautstärke wird von zwei wesentlichen Hardware-komponenten beeinflusst: Festplatten und Lüfter. Dabei ist auch im Ruhezustand des NAS der Lüfter die größere Geräuschquelle. Genau wie bei startenden Flugzeugen wird der Geräuschpegel des NAS System in dB(A) gemessen. dB(A) ist dabei die Maßeinheit für den Schalldruckpegel, vereinfacht ausgedrückt: Schallpegel. Ein geräuscharmes NAS System kommt auf etwa 20 dB(A). Ändern lässt sich diese Geräuschkulisse nur, wenn das NAS System einen austauschbaren Lüfter besitzt. Diesen kann man dann einfach und mit wenigen Handgriffen gegen einen leiseren NAS Lüfter tauschen.

Alternative: Achten Sie beim Kauf ihres Netzwerkspeichers auf eine passive Kühlung.

NAS Server Software

Genauso wie das NAS eine PC ähnliche CPU besitzt, so ist erinnert auch die Software an den PC. Anders als beim PC besitzt das weit verbreitete NAS-Betriebssystem eine Linux-Basis. Darüber hinaus ist eine äußert praktische Funktion die „Wake on LAN“ Funktion. Beide zählen wir zu den wichtigen Softwarekriterien.

Wichtige Software NAS

  • Betriebssystem
  • Wake on LAN (WOL)

NAS Betriebssystem

Das Betriebssystem des NAS sollte für die allermeisten Nutzer intuitiv bedienbar sein. Deshalb orientieren sich im Grunde alle NAS Hersteller bei der Konzeption ihrer NAS Betriebssysteme an dieser Anforderung.

Dennoch ist die größte Gemeinsamkeit über Herstellergrenzen hinweg die Tatsache, dass viele Hersteller ihr Betriebssystem auf Linux-Basis konzipiert haben.

Während Synology sein Betriebssystem Diskstation Manager nennt und Qnap seines QTS, benannte Netgear sein NAS Betriebssystem ReadyNAS OS. Trotz dieser Unterschiede im Namen besitzen alle drei in großen Teilen die gleiche Funktionalität.

Wichtige Grundfunktionen NAS Betriebssystem

  • Benutzerverwaltung
  • Multimedia-Streaming
  • Dateifreigabe
  • Serverfunktion

Wenn über diese Grundfunktionen hinaus Funktionen benötigt werden, muss man zu Erweiterungspaketen greifen. Aufrüsten kann man das Betriebssystem dann entweder direkt über die Seiten der Hersteller (wie Synology, Qnap und Netgear) oder über Drittanbieter.

NAS Wake on LAN – Weckt den Server auf

Wie bereits erwähnt schalten sich die meisten NAS Systeme aus, sobald in einem festgelegten Zeitraum keine Aktivität zu registrieren ist. Gerade mit Blick auf den Zugriff von extern, also außerhalb der eigenen vier Wände, wäre ein Einfrieren im Ruhezustand fatal. Hier schafft die Funktion Wake on LAN Abhilfe und weckt das NAS sprichwörtlich auf. Voraussetzung dafür, dass sie funktioniert ist, dass der NAS Server am Strom angeschlossen ist und dass das NAS Wake on LAN unterstützt. Alle neueren Modelle sollten aber über diese Funktion verfügen.

Vorteile NAS Wake on LAN

  • NAS braucht nicht dauerhaft laufen
  • Verbraucht weniger Strom
  • NAS läuft nur wenn es benötigt wird

NAS Anschlüsse

Für die Kommunikation, Datenübertragung und das Streaming werden unterschiedliche Anschlüsse benötigt. Diese Anschlussarten in Kombination würden größte Flexibilität beim Einsatz des NAS ermöglichen. Leider findet man alle Anschlussarten nur sehr selten an einem Gerät.

Während ein Netzwerkanschluss bei jedem NAS an Bord ist, ist ein eSATA-Anschluss bereits weniger häufig vorhanden. Auch USB Anschlüssen mangelt es in der Regel nicht.

Absolut selten sind Anschlüsse wie Cardreader oder HDMI-Anschlüsse. Gerade letzteres macht es möglich Filme von der NAS Festplatte direkt an den Fernseher zu leiten.

Verbreitung NAS Anschlussarten

AnschlussartVerbreitung
NetzwerkanschlussJedes Modell
USBSehr verbreitet
eSATASelten
CardreaderSehr selten
HDMI-AnschlussSehr selten

Netzwerkanschluss

Wie bereits erwähnt verfügt jedes NAS auch über einen Netzwerkanschluss. Das Fehlen eines solchen Anschlusses wäre auch denkbar ungünstig, würde man doch die gesamte Funktionalität des Netzwerkspeichers verlieren.

Absoluter Standard sind Geschwindigkeiten des Netzwerkanschlusses im sogenannten Gigabitbereich. Eine Datenübertragungsgeschwindigkeit (theoretisch) von einem Gigabit entspricht 1000Mbit/s. Umgerechnet sind das 125MByte/s. Praktisch gesehen liegt auch die tatsächliche Übertragungsgeschwindigkeit bei ähnlichen Werten. Man geht in diesem Fall von etwa 115MByte/s aus.

Beispiel: Übertragungsdauer archiviertes Urlaubsalbum (2,5GB) von NAS

Um die etwa 2,5 GB umfassenden Urlaubsfotos vom NAS Speicher auf das Laptop zu übertragen bedarf es etwa 22 Sekunden.

Denn: 2500 MB (2,5GB) / 115Mbyte/s = 21,74 s

USB und eSATA für NAS

Die praktischen USB-Anschlüsse haben sich bei sämtlicher Hardware durchgesetzt. Natürlich dürfen sie auch an einer NAS Festplatte nicht fehlen. Zur Standardausrüstung eines Netzwerkspeichers gehört mindestens ein USB 2.0 Anschluss. Würde dieser nicht vorhanden sein, könnte man keine externen Festplatten, TV-Sticks oder Geräte wie Drucker an das NAS anschließen. Damit der lästige Zukauf eines USB-Hubs nicht notwendig ist, wäre es vorteilhaft mehrere USB-Anschlüsse am NAS zu besitzen.

Gerade die neueren Modelle setzen bereits auf das deutlich schnellere USB 3.0. Dieses lässt deutlich höhere Datenübertragungsraten zu und ist deshalb zu bevorzugen.

Des Weiteren sollte man bei der ausgiebigen Nutzung der USB-Anschlüsse vor allem darauf achten, dass diese am NAS schnell zugänglich sind. Nichts ist nervtötender als umständliches Verbinden der NAS-Festplatte mit einem externen Gerät.

Darüber hinaus sollte auf einen eSATA-Anschluss achten, wenn man vor hat externe Festplatten mit SATA-Geschwindigkeit zu nutzen. Für diese Anforderung eignet sich aber auch ein USB-3.0 Anschluss. Dann gilt es zu entscheiden ob ein eSATA-Anschluss am NAS noch notwendig ist.

Brauchen NAS-Systeme WLAN?

Die Frage ist auf den ersten Blick für Viele sicherlich trivial und mit einem einzigen Wort zu beantworten. Dennoch stellen sich gerade viele Einsteiger die Frage ob WLAN beim NAS notwendig ist.

Generell werden viele NAS-Systeme ohne integriertes WLAN angeboten. Diese Funktion ist auch nur sehr begrenzt sinnvoll. Den Zugang zum wireless LAN benötigt ein NAS nur dann, wenn man dieses nicht direkt an den eigenen Router anschließen kann oder wenn dieser keine WLAN Funktion besitzt.

Eine mögliche Alternative zur WLAN-Funktion, stellt das sogenannte Power-LAN dar. Sollte man es vorziehen das NAS in einem anderen Raum als den Router zu betreiben, so kann man den NAS Server über die Stromkabel mit dem Router verbinden

Wann ist WLAN beim NAS sinnvoll:

  • Kein Anschluss von NAS am Router möglich
  • Router besitzt kein WLAN

NAS Hersteller – Kurzer Überblick

Während man die verschiedenen Faktoren für die Qualität eines NAS Servers strukturiert vergleichen kann, wird es bei der Auswahl eines Herstellers schon schwieriger. Auch bei den Anbietern für Netzwerk basierte Speicher gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede und andere Schwerpunkte. Die Grundfunktionen werden natürlich von allen abgedeckt. Erhebliche Unterschiede gibt es aber bei der Software. Während beispielsweise Hersteller gibt, bei denen der Speicher in drei Schritten installiert ist, wird es bei anderen komplizierter.

Weitere Anforderungen

  • Private Cloud möglich
  • Streaming
  • Bedienung per APP (iOS & Android)
  • Webzugriff über mobile Geräte

Synology

Die Speicher von Synology sind mit Sicherheit die beliebtesten Systeme. Der Hersteller steht für ausgereifte Lösungen im Bereich network attached storage. Herausragend ist die Vereinigung der beiden Cloud-Typen. Erreichbarkeit der öffentlichen Clouds und einer hohe Sicherheit wie bei einer privaten Cloud machen die Netzwerkspeicher von Synology fast einzigartig. Generell liegt der Fokus dieses NAS-Server Herstellers auf der Software seiner Produkte.

Synology zeichnet aus:

  • Erhöhte Verwaltungseffzienz durch Desktopttools
  • Problemlose, schnelle Installation
  • Speicherplatzoptimierung
  • Hohe Ausfallsicherheit

Netgear

Der Name Netgear steht für eine sehr einfache, auch für Einsteiger, aufgebaute Bedienoberfläche. Die network attached storages von Netgear lassen sich nicht nur einfach und komfortabel einrichten, sondern sind auch intuitiv bedienbar. Die Software des Netzwerkspeichers unterstützt auch unerfahrene Anwender bei der Bedienung.

Vorteile Netgear

  • Streaming von Mediadateien auf DLNA-fähige Smart TVs
  • Einfacher Fernzugriff
  • Erweiterung/Austausch von Festplatten ohne Werkzeug
  • Kompatibel zu Apples Time Machine

QNAP

Dieser Hersteller von network attached storage, also Netzwerkspeichern bietet vor allem für private Haushalte komfortable Lösungen an. Neben der klassischen Funktionen der Datenspeicherung und -sicherung zielt QNAP mit seinem Netzwerkspeicher vor allem auf die Bereitstellung von Multimedia Inhalten ab. Darüber hinaus zeichnet QNAP eine komfortable Cloudfunktionalität und die Verwaltung der eigenen Daten auf dem Speicher via iOS oder Android App aus.

Buffalo

Mit der Reihe der Linkstation network attached storage bietet Buffalo ein gutes Produkt für Privatleute, aber auch für kleine Unternehmer. Integriert ist, ähnlich wie bei anderen Anbietern auch, eine private Cloud. Dabei lagern die eigenen Daten auch physikalisch im eigenen Netzwerk und sie so sicherer als bei webbasierten Lösungen.

Das bietet Buffalo

  • Drei Schritt Installation
  • Bis zu vier HD Filme parallel streamen
  • Backup Funktion für MAC und PC
  • WebAcess – voller Zugriff auf den Speicher via mobiler Geräte

Fragen zum NAS kurz beantwortet

Da viele Personen nicht die Zeit haben einen umfangreichen Ratgeber zu lesen, haben wir die häufigsten Fragen zum NAS Server kompakt und praxisnah beantwortet.

Die hier aufbereiteten Fragen sind Nutzerfragen, die sehr häufig in Verbindung mit der Suche nach dem richtigen NAS gestellt werden und deshalb auch für Ihre Suche eine hohe Relevanz besitzen.

NAS Server wozu?

Die Frage: „Warum eine NAS Festplatte kaufen?“ stellen sich viele Interessierte. Die Vorteile eines solchen Gerätes liegen aber auf der Hand. Zum einen bietet der NAS Server die perfekte Infrastruktur um als zentrale Schaltstelle für Druckaufträge, Streaming auf den Fernseher und Vernetzung der Hardware zu dienen. Zum anderen ist eine NAS Festplatte das ideale Werkzeug zur Datensicherung. Diese Vorteile sollten die Frage nach dem Warum bei einer NAS Festplatte beantworten.

Nas – Was ist wichtig?

Die Entscheidung für oder gegen RAID (vgl. #raid) sollte aus unserer Sicht gleich am Anfang fallen. Ansonsten haben sie das Problem, dass ein Wechsel des Raids eine Neuformatierung des NAS Systems erfordert.

Wer zu Hause komfortabel mit einem Netzwerkspeicher arbeiten möchte, muss auf schnellen Datentransfer achten. Hier ist die Leistungsfähigkeit des Prozessors entscheidend (#prozessor).

Wenn die Vernetzung im Heimnetzwerk ein wichtiger Aspekt ist, sollte man darauf achten, dass NAS und Endgerät (z.B. Drucker) miteinander kompatibel sind.

Sollte man sich dafür entscheiden separat ein Leergehäuse und Festplatten zu kaufen, ist es zu empfehlen die Kompatibilität auf den Websites der Hersteller zu prüfen. Ansonsten kann es zu Einrichtungsschwierigkeiten kommen.

Wichtig:

  • Entscheidung für RAID-Art als erstes treffen
  • Leistungsfähigkeit Prozessor
  • Kompatibilität

Warum ist NAS so teuer?

Ein Mittelklasse Gerät fängt meist bei um die 250€ an. Oftmals sind die Preise allerdings höher und rufen bei Betrachtern regelmäßig Bauchschmerzen hervor. Betrachtet man allerdings die einzelnen Hardwarekomponenten, wird schnell klar warum ein NAS „so teuer“ ist. Es ist praktisch ein eigener PC mit Mainboard, Prozessor, Arbeitsspeicher und einem Betriebssystem. Dazu kommen meistens mehrere, verbaute Festplatten. Außerdem sind teure NAS oftmals mit Funktionen wie das Agieren als Web- oder Printserver ausgestattet.

Welcher Prozessor?

Generell ist das Zusammenspiel aus Prozessor und Arbeitsspeicher ein wichtiger Geschwindigkeitsschub für ein NAS System. Wer Filme streamt und mit mehreren Personen auf die Festplatte zugreifen möchte, sollte nach Modellen mit Intel-Atom-Prozessoren schauen. Darüber hinaus ist für diesen Anwendungsfall ein Dual-Core-Variante als NAS CPU Pflicht.

Welches RAID für NAS

Generell ist die Wahl des NAS RAID Systems von Ihren Anforderungen abhängig. Die verbreiteten Varianten sind:

Mein NAS soll schnell streamen, Datensicherheit ist mir nicht wichtig

RAID 0 (ab 2 Festplatten): Hier sind mehrere (meist zwei) Festplatten miteinander verbunden. Im Vordergrund steht die Geschwindigkeit, da bei dieser Variante gespeicherte Daten auf mehrere Festplatten aufgeteilt werden. Sie besitzen aber keine gespiegelte Sicherung und daher ist das RAID-0-System nicht für die Anwendung als Datensicherungssystem geeignet.

Neben Streaming soll mein NAS System auch der Datensicherung dienen

RAID 1 (ab 2 Festplatten): Hier wird die Datensicherheit unterstützt, da alle Daten parallel auf beiden Festplatten gespeichert werden. Geht eine Festplatte kaputt, werden die Daten von der zweiten gelesen und die defekte kann im laufenden Betrieb ausgetauscht werden.

Ich möchte hohe Datensicherheit, bei geringem Verlust der Speicherkapazität

RAID 5 (ab 3 Festplatten): Das RAID-5-System verschafft Ihnen gleiche Datensicherheit wie bei RAID 1, allerdings verlieren Sie nur ein Drittel der Speicherkapazität. Bei dieser Variante NAS Festplatten zu verbinden haben Sie einen Speicherplatz von Anzahl Festplatten – eine Festplatte. Bei drei Festplatten stünde also die Speicherkapazität von zwei Festplatten zur Verfügung. Dieses System ist allerdings etwas langsamer. Welche der Festplatten im Ernstfall ausfällt ist dabei egal.

Welcher NAS Hersteller?

Die Auswahl an NAS Marken ist groß, da tut man sich häufig schwer den richtigen NAS Hersteller zu finden. Die gängigsten NAS Marken sind:

  • QNAP
  • Synology
  • Buffalo
  • Netgear

Wieviel RAM Speicher für mein NAS?

Der Arbeitsspeicher, auch RAM genannt, ist ein Leistungsbringer im NAS-System. D.h. je mehr RAM desto schneller arbeitet der Server, werden Daten übertragen, gestreamt und gespeichert. Je nach Hauptaufgabe des Systems, sollte auch der Arbeitsspeicher ausgelegt werden:

  • Bereitstellen kleinerer Dateien oder Videos: 128 MB RAM
  • Paralleler Zugriff von mehreren Personen / hoher Datenabruf: min. > 1 GB RAM

Welches NAS Betriebssystem?

Es gibt eine große Anzahl an spezialisierten Betriebssystemen. Eine ganze Reihe von Ihnen laufen auf Linux, Windows und Unix-Basis. Der Fokus der NAS Betriebssysteme liegt dabei auf dem Wesentlichen: Optimierte Leistung. Dennoch enthalten die Betriebssysteme eine visuelle Weboberfläche, auf der sich alle Einstellungen vornehmen lassen.

Welches Dateisystem auf NAS?

Das Dateisystem ist weniger interessant für Sie, da ein NAS die Dateien selbst liest und im Netzwerk weiterleitet. Daraus folgt, dass es gar nicht notwendig ist, dass der PC mit dem Dateisystem umgehen kann. Aufgrund der Tatsache, dass oft Linux als Betriebssystem eingesetzt wird sind Ext2, Ext3 und Ext4 gängige Dateisysteme.